Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur, etwa 3 km westlich des Erdinger Stadtzentrums. Im Westen fließt der Mittlere-Isar-Kanal. Die erste urkundliche Erwähnung Aufkirchens erfolgte während der Amtszeit von Gottschalk von Hagenau als Freisinger Bischof. Damals übertrug ein Graf Otto seine Besitzung in Aufkirchen an das Domkapitel. Aufgrund des Kirchenpatroziniums ist ein hohes Alter der Pfarrei wahrscheinlich. Noch bis weit in das 19. Jahrhundert hinein war die Kirche St. Johann Baptist geistlicher Mittelpunkt des gesamten Moosrains, der Landschaft am Rande des Erdinger Mooses. Erst 1884 wurde Moosinning zu Pfarrei erhoben, 1946 folgten Niederding und Schwaig. Seit dem 1. Mai 1983 ist Aufkirchen wieder mit den beiden letztgenannten Pfarreien in einem Pfarrverband vereinigt. Später kam noch die Pfarrei Eitting zum Pfarrverband dazu. Im April 2012 wurde eine Renovierung des Pfarrkirche abgeschlossen. Aufkirchen war einer der beiden Endpunkte der Basislinie Unterföhrung-Aufkirchen, als im Jahre 1801 die vollständige Vermessung Bayerns begonnen wurde. Die Basispyramide steht in der Nähe des Kraftwerks Aufkirchen.

788 wurde die Siedlung „Ardeoingas“ das erste Mal urkundlich erwähnt. 891 schenkte König Arnulf den dortigen Königshof dem Domkapitel in Salzburg. Der Ortsname wird vom Personennamen Ardeo abgeleitet und bezog sich vor der Gründung der Herzogsstadt Erding 1228 auf Altenerding. Die im Kern spätgotische Pfarrkirche St. Mariae Verkündigung ist ein Bau von Anton Kogler 1721–1724. Altenerding war seit 1483 Sitz einer Hofmark, die zeitweise im Besitz der Grafen von Haag war und später zum bayerischen Pfleggericht Erding zählte. Die Gemeinde Altenerding entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818. Die ehemalige Gemeinde umfasste zuletzt neben Altenerding die Orte Ammersdorf, Aufhausen, Bergham, Graß, Indorf, Itzling, Kiefing, Klettham, Neuhausen, Pretzen, Schollbach, Singlding, Straß, Voggenöd, Werndlfing und Ziegelstatt. Der Ort Sankt Paul gehörte ursprünglich auch zur Gemeinde Altenerding, von der wechselte er zwischen 1885 und 1900 nach Erding. Bis zur Volkszählung 1885 wird eine Einöde Wasenstatt als Ort aufgeführt. Bis 1924 gehörte Heilig Blut (Erding) zur Gemeinde. Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde im Zuge der Gemeindegebietsreform in die Stadt Erding eingemeindet.

Buch am Buchrain ist eine der ältesten Pfarreien im Landkreis und gehört, wie die Schwesterpfarreien im Pfarrverband, zum Dekanat Erding. Die Voraussetzungen für die Gründung der Pfarrei Buch am Buchrain gehen bis auf das Jahr 776 zurück. Vom 10. Jahrhundert bis Anfang des 15. Jahrhunderts ist die ortsadlige Familie von Buch („de Povcha“) bzw. Pucher nachweisbar. Buch am Buchrain gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Erding des Kurfürstentums Bayern. Die heutige Kirche St. Martin besteht im Kern aus einem spätgotischen Bau aus der Amtszeit von Pfarrer Alban Auer, der im Jahre 1485 verstarb. Fällige Reparaturen im Jahre 1760 führten zu einem wesentlichen Umbau der Kirche, die von Johan Baptist Lethner im Rokoko-Stil durchgeführt wurde und noch heute das Bild der Pfarrkirche prägen. Von der Bauform her ist sie ein Saalbau mit eingezogenem, dreiseitig geschlossenem Chor, daran südlich der Turm mit gegliedertem Oberteil und profilierter Zwiebelhaube. 1818 entstand mit dem bayerischen Gemeindeedikt die heutige Gemeinde. Im Jahr 2008 feierte der Ort seinen 1200. Geburtstag.

 

Der gleichnamige Hauptort liegt in der Region München am östlichen Rand des Erdinger Mooses sieben Kilometer östlich der Kreisstadt Erding, 15 km nordwestlich von Dorfen, 24 km südlich von Moosburg an der Isar und etwa 20 km östlich vom Flughafen München. Die Strogen gliedert die Gemeinde geologisch: Der westliche Teil ist flach (Rand der Münchner Schotterebene), der östliche Bereich besteht aus tertiärem Hügelland (Erdinger Holzland). Bedingt durch den Wasserreichtum und sehr fruchtbare Böden kann für das Gemeindegebiet von Bockhorn mit Besiedlung spätestens seit dem Jungneolithikum (4500 v. Chr.) ausgegangen werden. Archäologisch nachgewiesen ist eine Vielzahl von Siedlungen, die von der Münchshöfener Kultur über die Bronzezeit bis in die Keltenzeit reichen. Unmittelbar am südlichen Ortsrand von Bockhorn befinden sich die Reste einer Siedlung der Bronzezeit. Um 500 v. Chr. war das Gemeindegebiet von den Kelten besiedelt; bei Papferding finden sich noch die eingeebneten Reste einer Viereckschanze. Um 15 v. Chr. dehnte Rom seinen Herrschaftsbereich bis zur Donau auf die Provinz Raetien aus und die Kelten verloren ihre Selbständigkeit. Im 6. Jahrhundert setzte nach dem Ende der Völkerwanderung erneut Siedlertätigkeit ein; auf frühe Siedlungen der Bajuwaren weisen Orte mit der Endung „-ing“ hin (Emling, Flanning, Englpolding, Oppolding, Papferding, Polzing). Im Jahre 776 kam Strogen mit Kirche in den Besitz von Freising. Im Jahre 816 tauchte erstmals der Name Grünbach auf, als der Mönch Liutto seinen Grundbesitz in „Croninpach“ dem Hochstift Freising schenkte. 926 ist der Name Bockhorn in der Schreibweise „Paccharun“ nachweisbar; der Name bedeutet „Leute am Bach“. 1053 wurde Mauggen als „Muchun“ erstmals in einer Übertragungsurkunde eines Gutes an Freising erwähnt. 1156 erschien der Name „Eschlbach“ in den Traditionen des Hochstifts Freising. 1200 wurde in Grünbach mit dem Bau der Burg Grünbach begonnen. 1315 ist Bockhorn (Schreibweise nun „Pachorn“) mit den Filialen Kirchasch, Hecken, Salmannskirchen, Grünbach und Tankham als Pfarrei aufgeführt. Die römisch-katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Bockhorn im oberbayerischen Landkreis Erding ist ein einheitlicher, spätbarocker Saalbau, der im Jahr 1712 von dem Erdinger Stadtmaurermeister Anton Kogler errichtet wurde. Den Turmoberbau, der von einer Doppelzwiebel mit Laterne bekrönt wird, führte Koglers Nachfolger Johann Baptist Lethner etwa Mitte des 18. Jahrhunderts aus.

Das Dorf Burgrain im oberen Isental liegt im oberbayerischen Landkreis Erding und war 1987 nach dem Hauptort der einwohnerstärkste Gemeindeteil des Marktes Isen. Der Ort war bis 1803 Verwaltungssitz einer Herrschaft des Hochstifts Freising. Von 784 bis 811 wird unter Bischof Atto von Freising eine erste Festung errichtet, die von 1140 bis 1290 mit den Herren von Burgrain, Freisinger Ministerialen, besetzt wird. 1227 wird die Burg fürstlich-freisinger Burggrafensitz der Herrschaft Burgrain. Im Konflikt mit den Grafen von Haag wird 1317 die Burg eingenommen. Ab 1600 erfolgt die Besetzung des Schlosses mit Herrschafts-Pflegern. Der Ort und vor allem der Sitz mussten umfangreiche Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg hinnehmen. 1802 wird die Herrschaft endgültig aufgelöst, die Burg Sitz einer privaten Ökonomie mit Brauerei und Ausflugsbiergarten. Im Jahr 1818 wurde der Ort ein Teil der neugeschaffenen Gemeinde Mittbach und kam mit dieser 1978 zu Isen. 2008 wurde das Alte Schulhaus im Ortskern abgerissen, 2 Jahre vor der 1200-Jahr-Feier (2010).

Dorfen ist eine Stadt im Osten des oberbayerischen Landkreises Erding. Die Stadt liegt im mittleren Isental und ist mit rund 15.000 Einwohnern die zweitgrößte Gemeinde des Landkreises. Das Gemeindegebiet erstreckt sich über eine Fläche von 99,56 km², womit Dorfen flächenmäßig die viertgrößte Stadt Oberbayerns ist. Dorfen wurde im Jahre 773 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, das trifft auch für Oberdorfen zu, da nicht nach Dorfen und Oberdorfen unterschieden wurde. Durch Herzog Ludwig den Kelheimer wurde Dorfen um 1230 systematisch angelegt, als Stützpunkt gegen das Hochstift Freising (Herrschaft Burgrain) und gegen die Grafschaft Haag und als wirtschaftliches Zentrum für das Gebiet zwischen Erding, Landshut, Wasserburg am Inn und Mühldorf am Inn. Zwischen 1229 und 1237 bekam der Ort wohl durch seinen Nachfolger Herzog Otto II. den Erlauchten das Marktrecht verliehen. Die niederbairischen Herzöge statteten den Markt mit Rechten und Freiheiten aus und verliehen ihm 1331 das Landshuter Marktrecht mit zahlreichen Verbesserungen gegenüber den früheren Privilegien. Dorfen wurde zum Sitz eines Landrichters und bekam 1324 und 1331 die selbständige niedere Gerichtsbarkeit sowie die bürgerliche Selbstverwaltung verliehen – so dass das Dorfen des 13. und 14. Jahrhunderts nach seiner Anlage und seinem Wirtschaftsleben in nichts den Städten der damaligen Zeit nachstand. Im Dreißigjährigen Krieg besetzten die Schweden 1632 und 1634 den Markt, plünderten, mordeten und brannten die Häuser nieder. In ihrem Gefolge erschien die Pest, die ein Drittel der noch verbliebenen Bevölkerung hinwegraffte. Im 17. und 18. Jahrhundert war Dorfen mit der Gnadenmutter von Dorfen eine der meistbesuchten Wallfahrtsstätten Südbayerns. Um 1885/90 wurde das Haager Tor abgebrochen und die Wallanlage entfernt sowie der Wassergraben zugeschüttet und als Fußweg angelegt. 1910 fand der Dorfener Bierkrieg statt: Als die Maß Bier aufgrund eines Malzaufschlags um zwei Pfennige teurer werden sollte, kochte die Volksseele. Streik- und Boykottaufrufe heizten die Stimmung weiter an. Die Wirtschaften der beiden Brauereien gingen durch Brandstiftung in Flammen auf, das Feuer griff auf weitere Häuser über. In München wurden Pioniere in Bereitschaft gesetzt, sie kamen aber nicht zum Einsatz, denn die Preiserhöhung wurde zurückgenommen. Mehrere Verhaftungen und Strafverfahren beendeten die Unruhen. In den 1920er-Jahren wurde nach einer verheerenden Überschwemmung die Isen begradigt, die vorher in Schleifen um den Markt verlaufen war. In den Jahren nach 1945 entwickelten sich die Moosener Siedlung, Isener Siedlung und die Lerchenhuber Siedlung, die heute zusammen etwa 2500 Bewohner zählen. Am 10. November 1954 wurde Dorfen durch den bayerischen Innenminister Wilhelm Hoegner zur Stadt erhoben. Am 25. Mai 2009 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Erding ist eine altbayerische Herzogstadt und eine Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis im Regierungsbezirk Oberbayern. 742 wurde der Stadtteil Altham das erste Mal urkundlich erwähnt: Ein Familienmitglied der Agilolfinger schenkte Altham dem Kloster Benediktbeuern. 788 wurde die Siedlung Ardeoingas (entspr. Erding) das erste Mal urkundlich erwähnt. 891 schenkte König Arnulf den dortigen Königshof dem Domkapitel in Salzburg. 1228 erhielt Erding von Herzog Ludwig von Bayern die Stadtrechte zuerkannt; die Stadt (Herzogstadt) wurde bewusst als herzoglicher Stützpunkt gegenüber dem Hochstift Freising an der Fernstraße Schongau-München-Landshut angelegt. Die birnenförmige Gestalt der Altstadt ergibt sich aus den beiden Wasserläufen – die Sempt im Osten und der künstlich vertiefte Fehlbach im Westen, was der Stadt gleichsam den Wert einer Wasserfestung gab. Mauer, Graben und Wall sind in kleinen Resten noch bis heute vorhanden. Im Inneren der Altstadt gibt es typische Kennzeichen einer wittelsbachischen Stadtneugründung des 13. Jahrhunderts. Eine langgezogene, etwa 400 Meter lange Nord-Süd-Achse, die nördlich des Schrannenplatzes Lange Zeile heißt und ursprünglich als Straßenmarkt angelegt wurde. In West-Ost-Richtung – versetzt – einen Straßenzug und in der Mitte den Schrannenplatz. Von den ursprünglichen vier Stadttoren (im Westen das Münchner Tor, im Norden das Freisinger Tor und im Süden das Haager Tor) ist nur noch das Osttor, das Landshuter Tor (Schöner Turm) erhalten geblieben. Dieses war das größte Stadttor, da es zur damaligen Hauptstadt Landshut führte. Im Südwesten lag die heute abgegangene Stadtburg von Erding. Zusätzlich zur strategischen Bedeutung kam später der Rang als Handelszentrum hinzu, speziell für Getreide und Vieh. Mit der ersten wittelsbachischen Landesteilung wurde Erding Niederbayern zugeordnet, bei dem es bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts verblieb. Ab 1300 wurde der Erdinger Stadtturm, das Wahrzeichen der Stadt, an zentraler Stelle erbaut. 1503 wurde Erding im bayerischen Erbfolgekrieg von Herzog Albrecht IV. von Bayern-München erobert. Mit Ende des Erbfolgekrieges wurden Ober- und Niederbayern 1506 wieder miteinander vereinigt. Die zwischenzeitlich vom Salzburger Domkapitel zurückerhaltene Hofmark Altenerding wurde von den Grafen von Haag an Johann Jakob Fugger verkauft. Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges eroberten, brandschatzten und plünderten die Schweden Erding zweimal – 1632 und 1634. Die Folgen waren eine Hungersnot und der Ausbruch der Pest 1634. 1648 wurde Erding Hauptquartier des schwedischen Generals Wrangel. Die Bevölkerung war größtenteils in die noch unbesetzten Gebiete des Landes – die meisten nach Wasserburg am Inn und Traunstein – geflohen. Als die Kaiserlichen unter General Piccolomini auf Erding von Vilsbiburg und Geisenhausen her vorrückten, wurde die Stadt erneut in Brand gesteckt. Der dritte Wiederaufbau wurde durch eine extra eingeführte Biersteuer finanziert. Während der napoleonischen Kriege – besonders 1800 bei der Schlacht von Hohenlinden – wurde Erding dazu verpflichtet, Soldaten einzuquartieren und zu verpflegen. Am Ende des Zweiten Weltkriegs, am Nachmittag des 18. April 1945, warfen amerikanische Streitkräfte 50 Sprengbomben ab; die Altstadt wurde getroffen. 120 Menschen fanden den Tod, 24 erlagen in den nächsten Tagen ihren Verletzungen. Es wird angenommen, dass der Angriff eigentlich Freising gegolten habe. Am 1. Mai 1945 wurde die Stadt Erding kampflos an die US-amerikanischen Truppen übergeben. Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurde Erding zur Großen Kreisstadt und 2016 zum Oberzentrum erhoben.

Eichenried ist ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Moosinning im Landkreis Erding. Der Ort hat 2518 Einwohner und grenzt an Fischerhäuser (Gemeinde Ismaning) 7 km im Südwesten, an Moosinning, an Eicherloh (Gemeinde Finsing) und an Goldach (Gemeinde Hallbergmoos). Eichenried ist relativ jung. Mit der von Egon von Poschinger 1896 errichteten Torfbahn nach Ismaning siedelten sich Torfstecher im Moos an. So entstanden Zengermoos und Moosinninger Moos. 1922 wurde der Bereich Moosinninger Moos in Eichenried umbenannt. In Eichenried befindet sich die katholische Kirche St. Joseph, die 1953 eingeweiht wurde. Horst W. Ernst gründete am 19. März 1987 den Golfclub München-Nord Eichenried. Der Spatenstich für die Golfanlage mit damals ca. 80 ha Fläche auf dem Gut der Familie Weiler erfolgte 1988. Im darauffolgenden Jahr 1989 fand auf dem 18-Loch Meisterschaftsplatz, konzipiert und gestaltet durch den Architekten Kurt Roßknecht, das erste PGA-Turnier „BMW International Open“ auf Initiative des Clubgründers Horst W. Ernst und dem BMW-Vorstand Wolfgang Reitzle statt.   

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